Das Projekt
Bioenergiedorf Römerstein
--> Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Unsere Philosophie
Regionale Energien nutzen und das Klima schützen! Die Idee Nachhaltige Zeichen setzen mit unserem Bioenergiedorf!
Die Gemeinde Römerstein, idyllisch gelegen auf den Höhen der Schwäbischen Alb im Biosphärengebiet, zeigt eindrucksvoll, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Mit einem starken gemeinschaftlichen Engagement ist hier ein zukunftsweisendes Nahwärmenetz entstanden, das heute zahlreiche Haushalte und öffentliche Gebäude zuverlässig mit regenerativer Wärme versorgt.
Von der Idee zur Umsetzung
Bereits im Jahr 2009 wurde in Römerstein eine Biogasanlage in Betrieb genommen, die neben Strom auch große Mengen ungenutzter Abwärme erzeugte. Dieses Potenzial erkannte die Bürgerschaft früh: 2012 gründete sich ein Arbeitskreis mit dem Ziel, diese Wärme sinnvoll zu nutzen. Nach intensiven Vorbereitungen und großem Interesse aus der Bevölkerung wurde im Januar 2013 die Bürgergenossenschaft „Neue Energie Römerstein e.G.“ (NER) ins Leben gerufen – der Startschuss für ein echtes Gemeinschaftsprojekt.
Erfolgreicher Ausbau des Nahwärmenetzes
1. Bauabschnitt (2014–2015)
Mit dem ersten Bauabschnitt begann die praktische Umsetzung der Vision. Es entstanden: • rund 6 Kilometer Nahwärmenetz • eine Heizzentrale mit zwei Holzhackschnitzelkesseln • die Einbindung der Biogas-Abwärme Bereits 2015 konnten 129 Gebäude mit nachhaltiger Wärme versorgt werden.
2. Bauabschnitt (2016–2017)
• Bau einer zweiten Heizzentrale • Integration einer weiteren Biogasanlage • Anschluss von 60 weiteren Gebäuden Trotz fehlender Fördermittel wurde das Projekt eigenständig weitergeführt – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Genossenschaft. Ende 2017 waren bereits rund 200 private Haushalte sowie alle kommunalen Gebäude an das Netz angeschlossen.
Stetiges Wachstum und starke Zahlen
Das Nahwärmenetz wurde seit 2018 kontinuierlich erweitert: • Über 280 Anschlussstellen (Stand 2025) • 13,9 km Leitungsnetz • Versorgung von Wohnhäusern, öffentlichen Einrichtungen und Gewerbe Die energetische Bewertung bestätigt den Erfolg: ✔ extrem niedrige CO₂-Emissionen ✔ hervorragende Primärenergiewerte
Klimaschutz, der wirkt
Seit der Inbetriebnahme leistet das Projekt einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz: • Einsparung von rund 4 Millionen Litern Heizöl • Vermeidung von etwa 10.720 Tonnen CO₂ Das zeigt: Lokale, erneuerbare Energieversorgung funktioniert – effizient, wirtschaftlich und nachhaltig.
Blick in die Zukunft
Die Nachfrage nach umweltfreundlicher Wärme in Römerstein wächst weiter. Seit Ende 2024 war das bestehende Netz nahezu vollständig ausgelastet. Deshalb ist bereits der nächste Schritt in Arbeit: Der Bau einer dritten Heizzentrale, um die Versorgung langfristig zu sichern und weitere Gebäude anschließen zu können.
Ein Gemeinschaftsprojekt mit Vorbildcharakter
Die NER steht für: • bürgerschaftliches Engagement • regionale Wertschöpfung • nachhaltige Energieversorgung Was hier entstanden ist, ist mehr als nur ein Wärmenetz – es ist ein Modell für die Energiezukunft im ländlichen Raum.
